INTERNORGA FoodZoom beleuchtet die neuesten Trends für den Außer-Haus-Markt

INTERNORGA - Karin Tischer - FoodZoom

Von Ernährungsweisen des Plantarismus über neue Gastronomie-Konzepte im Bereich Street Food Transfer und Food (-service) 4.0 bis hin zu trendigen Speisen und dem Revival traditioneller Garmethoden: Die von der INTERNORGA in Zusammenarbeit mit der europaweit gefragten Trendforscherin Karin Tischer erstellte Untersuchung liefert einen spannenden Überblick über internationale Food & Beverage-Trends, die die Branche bewegen. Die Ergebnisse wurden heute bei der Hamburg Messe und Congress GmbH der Öffentlichkeit präsentiert.

INTERNORGA - Bernd Aufderheide und Karin Tischer

„Umim dynamischen Außer-Haus-Markt langfristig erfolgreich zu sein, müssenErfolgschancen frühzeitig erkannt und umgesetzt werden. Als Katalysator fürweltweite Trends und kreative Produktinnovationen ist die INTERNORGA alsLeitmesse der einzigartige Dreh- und Angelpunkt für Entscheider, Newcomer undProfis aus Gastronomie, Hotellerie, Bäckereien und Konditoreien“, so Bernd Aufderheide,Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH. ImAuftrag der INTERNORGA untersuchte Karin Tischer, Food-Trendforscherin undInhaberin vom  Forschungs- und Entwicklungsinstitut food & more inKaarst, die aktuellen Entwicklungen im internationalen Außer-Haus-Markt undfasste die Resultate im INTERNORGA FoodZoom zusammen. Genauer unter die Lupegenommen wurden Highlights und Innovationen im Bereich Food und Beverage sowiein der Gastronomie, im Kontext der sich wandelnden Ernährungsgewohnheiten undService-Erwartungen der Gäste. Vor Ort präsentierte Tischer zudem ausgewählteFood-Trends, die sie auf ihren weltweiten Forschungsreisen entdeckte.

Street Food Transfer: Von der Straße in die Sternegastronomie

Garküchedeluxe: Der Megatrend Snacking verändert den Außer-Haus-Markt und erfordert vonGastronomen neue Konzepte, um den aktuellen Bedürfnissen der Gäste gerecht zuwerden. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung am Beispiel desbeliebten Street Food. Bisher serviert aus Foodtrucks und Marktständen oder aufFestivals, erobert die beliebte Zwischenmahlzeit jetzt auch die Restaurants.Sogar Sterneköche interpretieren zum Beispiel die ursprünglich aus Garküchenoder Märkten aus Südostasien stammende Gerichte als neue Gourmet-Kreationen mithochwertigen Zutaten. Dem Gastronomen eröffnet dieser Trend neueUmsatzmöglichkeiten sowie eine Profilierung in einem intensivenWettbewerbsumfeld. Gleichzeitig befriedigt er dank neuartiger Speisenangeboteden Wunsch vieler Gäste, exotische Gerichte aus aller Welt im heimischenRestaurant probieren und erleben zu können.

Food (-service) 4.0: Mit digitalen Lösungen zu Differenzierung und mehr Umsatz

ImZeitalter von „Industrie 4.0“ durchdringt die Digitalisierung in rasantem Tempoden Außer-Haus-Markt und erfordert ein Umdenken sowie neue Geschäftsmodelle fürden langfristigen Erfolg. Im wachsenden Delivery-Markt erwarten Verbraucher ihrEssen schnell, zu jeder Zeit, an jedem Ort und nutzen dafür verstärktOnline-Services von Restaurants. Der Status der Online-Bestellung sowie derLieferung kann bei einigen Food-Delivery-Anbietern bereits live vom Kundengetrackt werden, sodass er weiß, wann das Essen bei ihm eintreffen wird.Betriebe können mittels moderner Technologien zur smarten Überwachung undSteuerung interner Prozesse, wie Energieversorgung, Kühlkette etc. ihreEffizienz steigern und somit die Chancen auf ihren nachhaltigen Erfolg erhöhen.Weiteres wichtiges Kriterium für die Gästezufriedenheit ist die „instagramable“Zubereitung der servierten Speisen. Das Social Web ist voll mit Fotos von inSzene gesetzten Speisen und Getränken. Um sich vom Wettbewerb abzuheben, bieteneinige Restaurants bereits heute Gerichte an, die speziell auf die Tauglichkeitfür Instagram und Co. zubereitet wurden. Hinzu kommen neue Formen derEventisierung des Restaurantbesuchs: Digitale Inszenierungen und Projektionenauf den Tischen, sogenannte Virtual Tables, vereinen Technik und Kulinarik auffaszinierende Weise und schaffen einen Mehrwert für den Gast.

Back2Nature: Rückbesinnung auf die Natur

InZeiten der Globalisierung und des rasanten digitalen Fortschritts sehnt sichder Gast mehr und mehr nach echten, natürlichen Erlebnissen und Begegnungen.Der Trend Back2Nature nimmt in Deutschland an Fahrt auf und ermöglichtGastronomen die Integration regionaler und frischer Produkte mit transparenterLieferkette in ihr eigenes Konzept: Neben einem Interior Design im natürlichenLook, zum Beispiel in Form von großflächigen, auffallenden Wandbegrünungen, züchtenimmer mehr Gastronomen Kräuter, Salate und Co. im eigenen Restaurant und nutzenhierfür Vitrinen oder Beete, die der Gast beim Besuch sieht und begutachtenkann.

Green & Healthy: Natürlich und gesund soll es sein

Spitzenreiter: Bei 71 Prozent der Deutschen kommen Obst und Gemüse täglich auf den Tisch – so das Ergebnis des Ernährungsreport 2019 des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. An zweiter Stelle folgen Milchprodukte mit 64%. Lediglich 28% essen täglich Fleisch. Zwar bezeichnen sich nur sechs Prozent als Vegetarier, das Interesse an vegetarischen Lebensmitteln wächst jedoch. Auch laut INTERNORGA FoodZoom durchdringt der Green & Healthy Trend den Markt. Verbraucher und Gäste sind heuzutage sensibel im Umgang mit dem, was sie essen bzw. was sie serviert bekommen und informieren sich verstärkt über die Nahrung, die sie zu sich nehmen. An Bedeutung zugenommen haben vegane und vegetarische Ernährungsweisen, ebenso wie der Wunsch nach qualitativ hochwertigem Fleisch. Pflanzenbasierte, zucker- und fettreduzierte oder „free from“-Produkte, die frei von bestimmten Inhaltsstoffen wie Laktose oder Gluten sind, passen zum neuen und aufgeklärten Gesundheitsbewusstsein. Laut Trendforscherin Karin Tischer sind grüne und gesunde Ernährung der neue Lifestyle. Der Begriff „Plantarismus“ vereine sämtliche Ernährungsweisen mit einem starken Fokus auf pflanzenorientierte Kost. Ob warme Smoothies als schnelle Vitaminlieferanten an kalten Tagen oder eine nahrhafte ‚Soup to go‘ – für den Gast müssen die Speisen schnell zubereitet, gesund, schmackhaft und wohltuend sein. Durch ein attraktives und abwechslungsreiches Angebot mit pflanzenreicher und bedarfsgerechter Kost können Gastronomen von den neuesten Entwicklungen profitieren und die Wünsche der Gäste erfüllen.

Weitere Food Trends: Fermentation, Speiseeis, Tee

Kreative Profilierung: Auf der Suche nach neuen Geschmacksexplosionen liefert laut INTERNORGA FoodZoom die wiederentdeckte Zubereitungsmethode der Fermentation Gastronomen die Chancen auf die Schärfung des eigenen Profils zur Abgrenzung vom Wettbewerb sowie zur Gewinnung von Neukunden und Umsatzsteigerung. Gefragt ist künftig auch der Mut zu neuen Speiseeiskreationen: Durch neue, exotische Zubereitungsmethoden und -zutaten wächst die Chance auf lukratives Zusatzgeschäft und sorgt für ein neues Genuss-Erlebnis bei den Gästen. Gute Chancen rechnet Karin Tischer zudem Tee zu, der dank seiner Vielseitigkeit dem Kaffee zunehmend Konkurrenz macht. Tee als Gewürz oder Zutat sorge für eine große internationale Aromenvielfalt in den Speisen, die Gastronomen für ihr Angebot nutzen sollten.

Die vollständigen Ergebnisse des INTERNORGA FoodZoom 2019 stehen auf der Website zum Download zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der INTERNORGA

Artikelbilder: ©Hamburg Messe und Congress/Hartmut Zielke