Vapiano: Welt am Sonntag mit Gammelvorwurf

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Am vergangenen Wochenende erhob die Welt am Sonntag in einem Artikel schwere Vorwürfe gegen die Pizza- und Pasta-Kette VAPIANO, die nach dem Hygiene Skandal bei Burger King im Jahr 2014 erneut für Unruhe im Franchise-Markt sorgen könnten.

Im Artikel der Welt am Sonntag kommen ehemalige und aktuelle Mitarbeiter von VAPIANO zu Wort, die behaupten, dass in mehreren Filialen der Kette, unter anderem in München, Berlin, Frankfurt am Main, Hannover und Köln, gegen unternehmensinterne Frischestandards verstoßen worden sei. Es sollen Lebensmittel umetikettiert worden sein und auch Speisen auf die Teller der Kunden gelangt sein, die teilweise merkwürdig rochen und nicht mehr appetitlich waren. Laut der Welt am Sonntag seien die Aussagen mit eidesstattlichen Versicherungen und teilweise vor laufender Kamera sowie durch Fotos bestätigt worden.

Gammel-Ware soll bis auf die Teller der

VAPIANO-Kunden gelangt sein

Die Welt am Sonntag berichtet weiter, dass laut Aussagen der Mitarbeiter sogar Gammel-Ware bis auf die Teller der Kunden gelangt sein soll. So wird ein Mitarbeiter aus München mit den Worten zitiert: “Die Nudeln, die wir verkauft haben, hatten manchmal einen grünlichen Schimmer. Der Kunde merkt das nicht, da kommt ja Soße drüber.” Ex-Kollegen aus Hannover und Frankfurt am Main berichten über eklig riechendes Hühnchen, das trotzdem verkauft wurde. Einer der beiden wird wie folgt in der Welt am Sonntag zitiert: “Da hat dann mein Chef gesagt: Mach einfach den Wok heißer, dann schmeckt man es nachher nicht mehr.”

Die Vorwürfe gegen VAPIANO erreichen damit einen neuen traurigen Höhepunkt. Bereits im September berichtete die Welt über angeblichen Schwindel mit Garnelen und Sampis und schon im Juli erhob ebenfalls die Welt schwere Vorwürfe gegen das Zeiterfassungssystem für auf stundenbasis bezahlte Mitarbeiter der Pizza- und Pasta-Kette.

VAPIANO zeigt sich entsetzt über die Vorwürfe

Wenig verwunderlich äußerte sich VAPIANO selbst bereits am 31.10.2015 in einer Presseinformation zu den erneuten Vorwürfen. Man sei entsetzt über die Behauptungen der Welt am Sonntag und verweist ausdrücklich auf die außergewöhnlich hohen internen Qualitäts‐ und Kontrollstandards, die jüngst von renommierten Instanzen wie TÜV und SGS INSTITUT FRESENIUS attestiert worden seien.

“Externe  Autoritäten  wie das SGS INSTITUT FRESENIUS und der TÜV Rheinland bestätigen uns enorm hohe Qualitätsstandards. Das Management und alle Führungskräfte von VAPIANO würden nicht mehrmals wöchentlich in unseren Restaurants essen, wenn die Darstellungen der VAPIANO‐Wirklichkeit entsprechen würden. Wir hätten nicht 60.000 Gäste täglich – allein  in  Deutschland, die immer wieder gern zu uns kommen, wenn es bei VAPIANO so zuginge wie es der Artikel glauben lassen will“, so Jochen Halfmann, seit Kurzem neuer CEO der VAPIANO SE.

Skandal oder doch nur Einzelfall?

VAPIANO will den Vorwürfen konsequent nachgehen und für Aufklärung sorgen. Für die Kunden bleibt trotzdem einmal mehr die Frage im Raum stehen: Wie sicher kann man sich sein, dass man keine Gammel-Ware auf dem Teller hat? Schon bei Burger King schlug der Hygiene-Skandal hohe Wellen und nun erwischt es mit VAPIANO ein Unternehmen, dass erst Mitte Obktober 2015 vom TÜV Rheinland ein Zertifikat erhielt, welches die durch das interne Qualitätsmanagement von VAPIANO durchgeführten Hygienechecks auszeichnet, die die Anforderungen gemäß der Zertifizierungsrichtlinie ZDL Cert 01erfüllen.

Sollte wirklich herauskommen, dass es trotz dieser Zertifizierung einen Gammel-Skandal bei VAPIANO gibt, würde nicht nur das Vertrauen in den Franchise-Markt weiter erschüttert, sondern ebenfalls die Frage aufgeworfen: Wie kann es sein, dass ein TÜV-Zertifikat für etwas ausgestellt wird, dass so scheinbar gar nicht existiert?

Ob es dazu kommt, kann nur die Zeit zeigen und man kann eigentlich nur hoffen, dass es nicht so schlimm wird, wie die derzeitige Faktenlage befürchten lässt.

Quelle: Pressemitteilung von Vapiano und welt.de

Artikelbild aus dem Pressematerial von Vapiano

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