Steuerhinterziehung: Ermittlungen gegen Johann Lafer ausgeweitet

artikelbild_lafer_steuerhinterziehungBereits am 1. Juni 2014 berichtete der Focus erstmals über den Verdacht der Steuerhinterziehung gegen den Sternekoch Johann Lafer. In dem Artikel wurden erste Details zu den Vorwürfen öffentlich.

So hieß es, dass die Ermittlungen durch eine ehemalige Putzfrau des Sternekochs angestoßen worden seien, bei der durch Tricksereien an Sozialabgaben gespart und außerdem Steuerhinterziehung bei der Lohnsteuer betrieben worden sein soll. Durch Aufteilung der Anstellung auf zwei Jobs und Abwicklung der privaten Haushälterin über zwei Firmen von Lafer, soll der Sternekoch einiges an Abgaben gespart und so Steuern hinterzogen haben.

Der geschilderte Fall rief natürlich auch Kritiker auf den Plan. So zitierte der Focus eine Äußerung des Vorstandes der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten gegenüber der Bild am Sonntag. Dort hieß es: „Dieser Fall ist besonders dreist, weil sich offenkundig ein Millionär auf Kosten einer Geringverdienerin bereichert hat.“

Folgen für die Haushälterin wurden erst später deutlich

Der Haushälterin soll laut dem Focus erst nach ihrer Zeit als Angestellte von Lafer klar geworden sein, welche Folgen die Steuerhinterziehung des Sternekochs für sie persönlich hatte. So waren unter anderem ihr Anspruch auf Unterstützung durch das Job-Center sowie ihre Rentenansprüche durch die eingesparten Abgaben deutlich gemindert.

Inzwischen berichtet die Presse darüber, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz ausgeweitet wurden. Am 04. Februar 2015 schrieb die Welt über das Thema. In dem Artikel heißt es, dass inzwischen gegen neun weitere Personen, darunter auch Arbeitnehmer von Johann Lafer, ermittelt wird.  Lafer soll inzwischen zugegeben haben, dass er die Anstellung seiner Haushälterin falsch deklariert und einen Fehler begangen hat.

Kein System hinter der Steuerhinterziehung?

Der Sternekoch bestreitet laut der Welt allerdings, dass hinter seinem Vorgehen ein System steckt und er in größerem Stil Steuerhinterziehung betrieben habe. Gleichzeitig fürchtet Johann Lafer um seinen guten Ruf. Die Welt zitiert ihn mit den Worten: „Wenn mich die Staatsanwaltschaft anklagt, dann bin ich kaputt. Eigentlich bin ich jetzt schon kaputt.“

Die Ermittlungen werden zeigen ob es hier den nächsten Prominenten erwischt hat oder ob es sich wirklich nur um einen einmaligen Fehler des Sternekochs handelt.

Quellen: Focus online und Welt online

Artikelbild unter CC-Lizenz von Meik Meid

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