PA: WDR testet Kräutertees auf Pyrrolizidinalkaloide

Der Vorkoster - PA in Kräutertees

Am 29.01.2016 widmete der WDR eine Sendung seiner Reihe “Der Vorkoster” mit Sternekoch Björn Freitag dem Thema Tee. Laut dem Bericht zur Sendung wurden in Deutschland im Jahr 2014 rund 57.282 Tonnen Tee verbraucht. Besonders beliebt waren dabei Kräuter- und Früchtetees, die rund zwei Drittel der in Deutschland verbrauchten Tees ausmachen.

“Der Vorkoster” testet Kräutertees auf Pyrrolizidinalkaloide (PA)

Die Sendung des WDR befasste sich neben der Geschichte des Tees und verchiedenen  anderen Details zu Teesoten und deren Zubereitung auch dem Thema Pyrrolizidinalkaloide (PA), die in Kräutertees enthalten sein können. Dabei handelt es sich laut dem Bericht zur Sendung um erbgutschädigende, krebserregende Stoffe, die außerdem die Leber bis hin zur Leberzirrhose schädigen können. Weiter heißt es dort: “Bestimmte Pflanzen wie Korbblütler, Borretschgewächse oder Hülsenfrüchte (Jakobskraut und Natternkopf) bilden PA als Schutz gegen Fressfeinde aus. Wachsen diese in einem Feld für Teekräuter, können sie unbeabsichtigt mitgeerntet werden und geraten so in die Teemischung.”

“Der Vorkoster” testete daher verschiedene Kräutertees auf die Giftstoffbelastung und kam dabei zu brisanten Ergebnissen. Nur in einem der neun getesteten Tees konnten laut den Testergebnissen des WDR keine Pyrrolizidinalkaloide nachgewiesen werden. Alle anderen getesteten Tees sollen wenig bis sehr stark mit PA belastet gewesen sein.

Testergebnisse besonders für Kinder bedenklich

Laut dem Artikel des WDR sind die Testergebnisse besonders für Kinder bedenklich. Bei fünf der getesteten Tees sol bereits ein Beutel reichen, um den Richtwert für Pyrrolizidinalkaloide (PA) zu überschreiten. Nicht viel besser sehen die Testergebnisse, die der WDR veröffentlichte für Erwachsene aus. Auch hier reicht bei zwei Tees bereits ein Beutel aus und bei weiteren zwei Tees zwei Beutel.

Wichtig ist dem WDR, dass es sich bei den Testergebnissen lediglich um Stichproben handelt und die gleichen Tees eines Herstellers unterschiedlich hoch belastet sein können. Bei Pyrrolizidinalkaloiden handele es sich außerdem um eine natürliche Verunreinigung, so dass auch Bio-Tees belastet sein können.

Unabhängig davon, dass es bisher keinen offiziellen PA-Grenzwert gibt, sind die Testergebnisse zumindest besorgniserregend, zeigen siedoch deutlich auf, dass mit Kräutertees ein weiteres beliebtes Lebensmittel potentiell gesundheitsschädlich ist.

Quelle: Artikel zur Sendung es WDR und Bericht zu den Ergebnissen der Stichprobe des WDR

Artikelbild unter CC-Lizenz von Michael Pardo

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