McDonalds: Sanierungsplan und möglicher Ärger aus Brüssel

artikelbild_mcdonalds_sanierungsplan

Laut einem Bericht der Zeit reagiert der Burgerriese McDonalds jetzt mit einem Sanierungsplan auf den anhaltenden Kundenschwund und rückläufige Umsatzzahlen, welcher das Ziel hat, die weltgrößte Restaurantkette in ein modernes Burger-Unternehmen zu verwandeln.

McDonalds reagiert mit Einsparungen auf rückläufige Umsatzzahlen

Laut dem Bericht der Zeit stecken hinter dem Sanierungsplan in erster Linie Einsparungen. So sollen zum Beispiel tausende Filialen, die derzeit noch von McDonalds selbst betrieben werden, bis Ende 2018 an Franchisenehmer abgegeben werden. McDonalds folgt damit dem Beispiel des Konkurrenten Burger King, der laut dem Bericht nur ein Prozent seiner Filialen selbst betreibt.

Laut der Zeit plant McDonalds-Chef Easterbrook außerdem eine Neustrukturierung der Geschäftsfelder nach Weltregionen. So werden zum Beispiel Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland und Großbritannien in Zukunft als “internationale Führungsmärkte” gemeinsam weiterentwickelt. Als Einzelmarkt bleiben lediglich die USA bestehen.

McDonalds-Chef Easterbrook hofft, den Konzern mit diesen Maßnahmen wieder besser für die Zukunft aufstellen zu können. Die Zeit zitiert ihn mit den Worten: “Die Realität ist, dass unsere Leistung zuletzt schlecht gewesen ist – die Zahlen lügen nicht.”

Auch aus Brüssel droht weiterer Ärger

Neben dem Kundenschwund und den rückläufigen Umsatzzahlen droht McDonalds allerdings auch noch Ärger aus Brüssel. Laut einem Bericht von Yahoo! Deutschland wird dem Burger-Riesen von Gewerkschaften Steuerflucht vorgeworfen. So soll EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager bereits vor dem EU-Parlament gesagt haben: “Wir schauen, ob wir eine Untersuchung zu McDonald’s einleiten”.

Grundlage für die eventuelle Untersuchung sind laut Yahoo! Deutschland Informationen, die von drei internationalen Gewerkschaftsverbänden gesammelt wurden und die im Rahmen der Aufklärung des Steuerdumpings für internationale Großunternehmen in Luxemburg seitens des Europaparlaments bekannt wurden.

Dem Yahoo! Deutschland Artikel zur Folge soll McDonalds Einnahmen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro über seine Luxemburger Holding McDonald’s Europe Franchising abgerechnet und so insgesamt rund eine Milliarde Euro an Steuern gespart haben.

Man kann also damit rechnen, dass McDonalds in naher Zukunft durch Finanzbehörden und die EU-Kommission genauestens unter die Lupe genommen wird.

Quelle: Die Zeit und Yahoo! Deutschland

Artikelbild unter CC-Lizenz von Mike Mozart

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.