Die Maus setzt auf Vorgaben der WHO

Wer zukünftig Lebensmittel kauft, sollte auf ein markantes Logo achten: Sämtliche Maus-Lizenzen, die die WDR mediagroup (WDRmg) für Produkte zum Essen und Trinken vergibt, richten sich zukünftig mit Blick auf die Inhaltsstoffe nach den strengen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und werden entsprechend gekennzeichnet.

Die empfohlenen Werte der WHO z.B. für Zucker und Salz in Lebensmitteln für Kinder sind Richtlinien, die nicht im deutschen Lebensmittelgesetz verankert sind. Dennoch wird sich die WDRmg bei der Vergabe von Maus-Lizenzen in diesem Produktbereich daran orientieren. Einzige Ausnahme: Bei anlassbezogenen Produkten wie beispielsweise Backmischungen für Geburtstagskuchen oder Adventskalender mit Schokolade dürfen auch die Kleinsten mal ein wenig „sündigen“.

Lebensmittelprodukte mit der Maus nur noch gemäß Vorgaben der WHO

Ab 2017 vergibt die WDRmg neue Maus-Lizenzen für Lebensmittel nur noch an solche Hersteller, deren Produkte die WHO-Empfehlungen erfüllen. So wird es zukünftig Obst, Gemüse und Nüsse mit dem entsprechenden WHO-Siegel geben. Auch werden bereits bestehende Lizenzen für Brot und Brotwaren in der Rezeptur entsprechend umgestellt. Laufende Lizenzen für Produkte, die die WHO-Empfehlungen nicht erfüllen, werden nicht verlängert, so. z.B. für Kaubonbons. Lizenzprodukte, die schon immer gemäß dieser Empfehlungen am Markt waren (z.B. Tee), werden mit dem neuen Siegel gekennzeichnet und fortgeführt.

„Für uns als Rechteinhaber der Maus ist es selbstverständlich, dass wir beim sensiblen Thema Kindermarketing vorangehen und uns für eine gesunde Ernährung von Kindern einsetzen“, erläutert Andrea Zuska, Geschäftsleitung Programmverwertung bei der WDRmg. „Und vielleicht können wir mit dieser Selbstverpflichtung in der Branche ein positives Signal setzen und für Bewegung bei der Vergabe von entsprechenden Lizenzen sorgen.“

Wir von restaurant-reporter.de begrüßen die neue Lizenz-Policy der WDR mediagroup GmbH im Bereich des Kindermarketings und hoffen, dass dieses Vorgehen als Anstoß für weitere Unternehmen wirken kann. Gerade bei Kindern sollte man nicht nur an den Kommerz denken, sondern auch daran, was man dort bewirbt und verkauft.

Quelle: Pressemitteilung der WDR mediagroup GmbH

Bildrechte – Maus-Siegel: WDRmg/WHO, Titelbild: WDR

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